App-Store-Optimierung

Android-App-Bundle (AAB)

Auch bekannt alsAAB.aab

Googles modernes Android-Distributionsformat, mit dem der Play Store aus einem einzigen hochgeladenen Bundle geräteoptimierende APKs generiert — durchschnittlich 15–50 % kleinere Installationsgrößen.

Wichtigste Erkenntnisse

  1. 01AAB hat APK im August 2021 als Pflicht-Upload-Format für neue Apps bei Google Play abgelöst. Bestehende Apps hatten bis 2023 Zeit für die Migration.
  2. 02Google Play generiert aus dem AAB pro Installation ein geräteoptimiertes APK — nur die Ressourcen / der Code, den das jeweilige Gerät tatsächlich benötigt.
  3. 03Typische Reduktion der Installationsgröße: 15–50 % gegenüber einem äquivalenten Universal-APK. Größter Vorteil bei Apps mit vielen Sprach-Assets / Gerätevarianten.

Android App Bundle (.aab) ist Googles modernes Android-Distributionsformat, das 2018 eingeführt und im August 2021 für neue Google Play-Uploads verpflichtend wurde. Es ersetzt das ältere APK-Format für die Store-Distribution. Der zentrale Vorteil: Google Play nutzt das AAB, um pro Installation ein geräteoptimiertes APK zu generieren — jeder Nutzer lädt nur die Ressourcen, den Code und die Sprach-Assets herunter, die sein spezifisches Gerät benötigt, was die Installationsgröße deutlich reduziert.

Warum AAB wichtig ist

  • Kleinere Installationsgrößen: 15–50 % Reduktion gegenüber Universal-APK. Apps mit vielen Sprachen oder vielen gerätespezifischen Assets profitieren am meisten.
  • Schnellere Downloads bei schwachen Verbindungen: Installations-Abschlussraten in Schwellenmärkten steigen merklich, wenn Installationsgrößen unter die Reibungsschwelle von Mobilfunknetzen fallen.
  • Modulare Auslieferung: Apps können Features in Module aufteilen, die bei Bedarf statt beim ersten Start heruntergeladen werden. Reduziert die anfängliche Installationsgröße weiter.
  • Asset Packs: Große Assets (HD-Texturen, Videoinhalte, ML-Modelle) können separat ausgeliefert werden und werden erst heruntergeladen, wenn sie tatsächlich genutzt werden.

Migration: Bestehende Apps im Play Store hatten bis Ende 2023 Zeit, auf AAB zu migrieren. Neue Apps müssen seit August 2021 AAB verwenden. APKs werden intern weiterhin eingesetzt — Google Play generiert sie dynamisch aus deinem hochgeladenen AAB — du baust oder lädst sie aber nicht mehr selbst hoch.

Außerhalb von Google Play: AABs sind nicht direkt installierbar. Für die direkte Distribution (Enterprise-Apps, alternative App Stores, Sideloading) benötigen Entwickler weiterhin APKs — diese aus dem AAB mit `bundletool` erzeugen. F-Droid, Amazon Appstore, Huawei AppGallery, Samsung Galaxy Store akzeptieren weiterhin APK (einige beginnen damit, auch AAB zu akzeptieren).

AAB vs. APK

AAB (.aab)APK (.apk)
Google Play-UploadPflichtformat (neue Apps seit Aug. 2021)Nicht mehr akzeptiert
Installationsgröße15–50 % kleiner (geräteoptimiert)Universal — größer
Direkte Installation / SideloadingNicht direkt installierbarJa
Alternative Stores (Amazon, F-Droid)Einige akzeptieren es mittlerweileStandard

Google Play generiert zur Installationszeit geräteoptimierte APKs aus deinem AAB. Für Sideloading oder alternative Stores erzeugst du weiterhin APKs via bundletool.

Kurzantworten

Was ist ein Android App Bundle (AAB)?

Googles modernes Android-Distributionsformat — ersetzt APK als Google Play-Upload-Format. Die .aab-Datei enthält alle App-Ressourcen + Code; Google Play nutzt sie, um pro Installation ein geräteoptimiertes APK zu generieren. Jeder Nutzer lädt nur die Ressourcen herunter, die sein spezifisches Gerät benötigt. Reduziert die typische Installationsgröße um 15–50 %.

Ist APK 2026 noch relevant?

Ja, für die direkte Distribution. Google Play verlangt seit August 2021 AAB für neue App-Uploads, aber APKs werden weiterhin für Sideloading, Enterprise-Distribution, alternative App Stores (Amazon Appstore, F-Droid, Huawei AppGallery) und internes Testing eingesetzt. APKs aus deinem AAB generieren: mit Googles `bundletool`. APKs sind auch das, was Google Play zur Installationszeit dynamisch aus deinem AAB generiert.

Wie stark reduziert AAB meine Installationsgröße?

15–50 % gegenüber einem äquivalenten Universal-APK. Apps mit vielen Sprach-Assets, mehreren Gerätevarianten (verschiedene Bildschirmauflösungen, CPU-Architekturen) oder großen Textur- / Modell-Assets profitieren am meisten. Apps mit minimalen Assets sehen eine moderate Reduktion. Der Vorteil skaliert bei großem Volumen — materieller Einfluss auf Installations-Abschlussraten in Schwellenmärkten, wo schwache Mobilfunknetze große Downloads zur Hürde machen.

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