ARPU ist die gemittelte Umsatz-pro-Nutzer-Kennzahl. Gesamtumsatz in einem Fenster geteilt durch die Nutzeranzahl in demselben Fenster. Wenn man letzten Monat 100.000 $ von 50.000 monatlichen Aktiven verdient hat, beträgt der monatliche ARPU 2 $. Da der Nenner alle Nutzer einschließt — Free-Rider, gelegentliche Zahler, Whales — mittelt ARPU über die gesamte Umsatzverteilung und verbirgt, woher das Geld eigentlich kommt.
Varianten im Alltag: ARPDAU (ARPU pro Daily Active User — üblich in Free-to-Play-Spielen), ARPMAU (pro Monthly Active), ARPU paid oder ARPPU (Umsatz geteilt nur durch zahlende Nutzer) und zeitfensterbezogene Formen wie ARPU 30d (Umsatz der letzten 30 Tage geteilt durch D-30-Installs oder D-30-Aktive). Nenner und Fenster sind wichtiger als der Metrikname — zwei Apps, die "ARPU 5 $" angeben, können 10-fach verschiedene Dinge messen.
Im MWM-Katalog (Apps mit messbarem Umsatz und ≥ 1.000 Downloads in den letzten 30 Tagen) liegt der Median-Umsatz pro Installer bei 0,15 $ in einem 30-Tage-Fenster. Diese Zahl überrascht die meisten Betreiber auf der Unterseite. Sie spiegelt wider, wie mobile Ökonomie wirklich funktioniert: Die Installbasis ist riesig und größtenteils kostenlos, der zahlende Tail ist klein und die Verteilung ist stark Long-Tail-geprägt.
Im Long-Tail liegt die Dynamik. Die App im 90. Perzentil verdient 4,62 $ pro Installer — etwa 30-mal so viel wie der Median. Die Top-1 % verdienen 43 $ + pro Installer — rund 280-mal so viel wie der Median. Eine einzelne High-LTV-Subscription-App über 30 $/Installer kann ein Portfolio in der Größenordnung von Dutzenden Free-with-IAP-Apps darunter tragen.
Auch die Kategorie spielt eine Rolle. Social-&-Communication-Apps führen die Median-ARPU-Tabelle mit 0,36 $ pro Installer an, gefolgt von Lifestyle & Well-being mit 0,34 $. Education liegt bei 0,24 $. Games — trotz ihres Rufs für Monetarisierung — liegen mit 0,07 $ Median hinten, weil das modale Spiel sehr wenig verdient; die bekannten Whale-Economy-ARPU-Zahlen stammen aus einer dünnen Schicht von Top-Grossing-Titeln.
Median ARPU per installer, by category
| Category | Median ARPU | Top-10% ARPU |
|---|---|---|
| Social & Communication | $0.36 | $7.71 |
| Lifestyle & Well-being | $0.34 | $4.85 |
| Education & Knowledge | $0.24 | $3.23 |
| Media & Entertainment | $0.19 | $4.39 |
| Productivity & Tools | $0.14 | $2.90 |
| Game | $0.07 | $5.72 |
Wie man den eigenen ARPU liest: Trends sind wichtiger als absolute Werte. ARPU sinkt oft, wenn eine Freemium-App skaliert — Free-Tier-Akquisition übersteigt die bezahlte Conversion in jedem gesunden Hochlauf. Das ist in Ordnung, wenn Gesamtumsatz und absolute Zahler-Zahlen wachsen. ARPPU (Umsatz pro Zahler) und Zahler-Anteil parallel beobachten. ARPU stabil + ARPPU steigend = schrumpfende Zahlerbasis, die jeweils mehr ausgibt. ARPU stabil + ARPPU sinkend = demokratisierte Monetarisierung. Beides kann gut oder schlecht sein — der Kontext entscheidet.
Für die Unit-Economics-Modellierung setzt ARPU den Boden für das, was man sich in der Nutzerakquisition leisten kann. Der gemischte CPI muss ARPU × erwartete Nutzerdauer × Bruttomarge übertreffen, um profitabel zu sein. Bei einem Median-ARPU von 0,15 $ und einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 6 Monaten kann die median monetarisierte App nur ~0,50–1 $ gemischten CPI nachhaltig leisten — weshalb der Long-Tail an bezahlter Akquisition scheitert.
ARPU-Rechner
Gesamtumsatz durch alle aktiven Nutzer (zahlende und kostenlose) teilen, um ARPU zu erhalten, dann sehen, wo er im Katalog-Vergleich steht.
Enter your numbers to see your result and how it compares to the catalog.
Benchmarks: MWM-Katalog, 30-Tage-ARPU, USA.
Median-ARPU pro Installer nach Kategorie (30 Tage, MWM-Katalog)
| Kategorie | Median-ARPU | Top-10%-ARPU |
|---|---|---|
| Social & Communication | 0,36 $ | 8–12 $ |
| Lifestyle & Well-being | 0,34 $ | 6–10 $ |
| Education & Knowledge | 0,24 $ | 5–8 $ |
| Productivity & Tools | 0,18 $ | 5–9 $ |
| Media & Entertainment | 0,12 $ | 3–6 $ |
| Game | 0,07 $ | 2–5 $ Median (langer Whale-Tail bis zu 50 $ +) |
Der Median-ARPU ist für sich genommen irreführend — der produktive Tail ist der Ort, an dem das Geld steckt. Top-1%-Apps in jeder Kategorie verdienen 280-fach oder mehr als der Median. Diese Zahlen als Untergrenze nutzen; das realistische Aufwärtspotenzial wird durch die Form der Verteilung bestimmt, nicht durch den Median.